Was wollen wir?

Was wollen wir?

“Wir wollen spielen”

Friedrich Schiller war es, der als erster die Wichtigkeit des Spielens hervorhob und sich gegen die Spezialisierung und Mechanisierung der Lebensvollziehung aussprach.

Die Rückbesinnung auf das Ästhetische und Spielerische, um entgegen der allgegenwärtigen Zwänge den Freiraum für eine menschliche Betätigung nach selbst gewählten Regeln und um ihrer selbst willen zu schaffen, ist unser Weg. Das Spiel ist eine grundlegende, menschliche Aktivität, die Kreativität und Energie und Kraft freisetzt. Damit enthält das Spiel das Potential verfestigte Strukturen zu durchbrechen und innovatives Neues hervorzubringen.

Schiller war es auch, der den berühmt gewordenen Satz sprach:

“…und der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt”


Spiel und Theater sind eine Chance,

“den Menschen aus sich heraus und auf einem Umweg wieder in sich hineinzuführen”

(Goethe)

Quelle: Wikipedia, homo ludens.

Wir wollen also schöpferisch sein, lebendig bleiben, innehalten, uns Raum und Zeit nehmen für Phantasie, Kreativität und Träume. Wir wollen offen und neugierig uns selbst und dem Neuen, Fremden begegnen. Wir wollen uns auf spielerische Weise aus engen, lähmenden und erdrückenden Alltags-Rollen lösen, Neues ausprobieren, Mut und Kraft zur Veränderung finden. Wir bringen mit unserem Tun Bewegung in uns selbst und in unser Publikum.

Und Bewegung ist Leben – Leben ist Bewegung.

Das Junge Theater Eschwege

Die Geschichte des Jungen Theater Eschwege beginnt im Herbst 1993. Hier fanden sich unbeirrbar beherzte Kulturschaffende aus dem Werra-Meißner-Kreis zusammen, um das Kulturleben vor Ort um eine Nuance zu bereichern.

Aus dieser Truppe wuchs das Junge Theater Eschwege mit mittlerweile über 40 Inszenierungen auf etlichen verschiedenen Bühnen und begeisterte mehr als 55 000 Zuschauende.Boulevardkomödien, Klassiker, Märchen für jung und alt, Grotesken, Musiktheater, Operette und Rockmusicals, Stücke von Kindern für Kinder, Kindermusicals und eigene Inszenierungen und Dramatisierungen gehören zu unserem Repertoire.

Heute ist das Junge Theater Eschwege als eigenständige Gruppe im Schoße der Volkshochschule Eschwege mit der Kinder- und Jugendgruppe sowie dem großen Ensemble die Kulturinitiative für darstellende Kunst in Eschwege.

Im August 2009 konnte das Junge Theater Eschwege nach jahrelanger, mühseliger Suche endlich einen zentralen Ort für die Theaterarbeit, für die Kreativwerkstatt und den Fundus in der Kulturfabrik im E-werk, Mangelgasse 19, am Werdchen in Eschwege beziehen.

Hier proben wir, werken, nähen, malen, reden, lachen und weinen wir gemeinsam. Hier finden wir uns aus unserem recht unterschiedlichen Alltag zusammen, um zu planen, zu verwerfen, zu zweifeln und schließlich unseren gemeinsamen Erfolg zu feiern. Hier haben unsere z.T. wertvollen Kostüme im Fundus ein Dach gefunden, unsere Requisiten, unsere Arbeitsmaterialien, unsere Träume und Ideen.

Der Verein AKT e.V. unterstützt dabei seit 2001 das Junge Theater Eschwege. Der Verein hilft bei der Raumnahme, der Vorbereitung und Durchführung sozio-kultureller Projekte sowie deren Förderung. Gründungsidee und Ziel des AKT e.V. ist es
-Raum zu schaffen als Hort der künstlerischen Kreativität, des Zusammenseins, des Spielens, des Lernens, des sich Wiederfindens in der Gemeinschaft
-Raum zur Verfügung zu stellen als Heimat
-Raum zu eröffnen als Ort des Aufbruchs und der neuen Ideen
-Raum zu gründen für Kooperationen mit anderen Kulturschaffenden.

Die Aufwendungen für Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Instandsetzungsarbeiten finanzieren sich aus den Mitgliedsbeiträgen, aus Spenden und Fördermitteln der Stadt, des Kreises und verschiedener Sponsoren.

Wer sind wir?

Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Berufszweigen, SchülerInnen, Studierende, Auszubildende und Menschen in der nachberuflichen Phase ihres Lebens zwischen 6 und 72 Jahren, die sich der darstellenden Kunst widmen wollen.

Was machen wir?

Aus dem Füllhorn der klassischen und modernen Theaterliteratur finden wir Stücke über Liebe und Leid, Kampf und Frieden, Sinnfragen und Antworten; Themen, die wir aussagestark und publikumsorientiert in Szene setzen. Inszenierung, Bühnenbau- und Malerei, Kostümschneiderei, Maske, Transport, Öffentlichkeitsarbeit, Kalkulation und Organisation liegen in unseren Händen, und natürlich das Spiel.

Unsere Zielgruppe:

sind Kinder und Kindergärten, Jugendliche und Schulen, erwachsene Frauen und Männer und Menschen in der nachberuflichen Phase ihres Lebens. Wir richten unsere Kunst an alle Menschen, die sich Zeit nehmen wollen, die sich verzaubern lassen wollen, die sich verführen lassen in die Welt der Träume, des Bizarren, der Visionen.